Unterrichtsplanung: Wortschatzeinführung Familie (2. Klasse DaZ)
Lernziele:
- Die Schülerinnen und Schüler (SuS) lernen und festigen den Wortschatz zum Thema Familie.
- Die SuS können einfache Sätze zum Thema Familie bilden.
- Die SuS erweitern ihre kommunikativen Fähigkeiten im Deutschen.
- Die SuS entwickeln Freude am Deutschlernen.
Hauptkompetenzen (LehrplanPLUS Bayern Grundschule Deutsch als Zweitsprache):
- Sprechen: Sich verständlich äußern und an Gesprächen teilnehmen.
- Hören: Gesprochene Sprache verstehen.
- Wortschatz: Wortschatz aufbauen und anwenden.
Dauer: 90 Minuten (Doppelstunde)
Materialien:
- Bildkarten mit Familienmitgliedern (Mutter, Vater, Bruder, Schwester, Oma, Opa, Kind).
- Gegenstände, die Familienmitglieder repräsentieren (z.B. ein Schal für Oma, ein Werkzeug für Papa).
- Familienfotos (echte Fotos von den Familien der Kinder, wenn möglich, oder Bilder aus Zeitschriften).
- Arbeitsblätter mit Übungen zum Wortschatz (Zuordnungsübungen, Lückentexte).
- Stifte, Papier.
- Optional: Ein kurzes, kindgerechtes Video oder ein Bilderbuch zum Thema Familie.

Unterrichtsverlauf
Phase 1: Ankommen und Einstieg (10 Minuten)
- Begrüßung: Begrüße die Kinder freundlich auf Deutsch. "Guten Morgen, liebe Kinder! Schön, dass ihr da seid."
- Ritual: Starte mit einem bekannten Lied oder einem kleinen Spiel, um die Kinder auf Deutsch einzustimmen (z.B. "Kopf, Schulter, Knie und Fuß").
- Thema einführen: Zeige eine Bildkarte mit einer Familie. Frage: "Was seht ihr hier? Wer ist das?" Sammle die Antworten der Kinder (auch wenn sie noch nicht alle Wörter kennen).
Phase 2: Wortschatzeinführung (30 Minuten)
- Bildkarten präsentieren: Zeige die einzelnen Bildkarten mit Familienmitgliedern (Mutter, Vater, Bruder, Schwester, Oma, Opa, Kind) Sprich jedes Wort deutlich vor. Die Kinder sprechen nach.
- Gegenstände zuordnen: Zeige Gegenstände, die Familienmitglieder repräsentieren (z.B. einen Schal für Oma). Frage: "Wer trägt einen Schal?" Die Kinder ordnen den Gegenstand der passenden Bildkarte zu.
- Bewegung: Nenne ein Familienmitglied. Die Kinder ahmen eine typische Bewegung oder Tätigkeit dieses Familienmitglieds nach (z.B. Mutter kocht, Vater liest Zeitung).
- Sprachsensibel: Erkläre neue Wörter mit Gesten, Mimik und einfachen Beispielsätzen. Vermeide komplizierte Erklärungen.
Phase 3: Wortschatz festigen (30 Minuten)
- Familienfotos: Zeige Familienfotos (echte Fotos oder Bilder aus Zeitschriften). Die Kinder benennen die Familienmitglieder, die sie erkennen. Ermutige sie, einfache Sätze zu bilden: "Das ist meine Mutter." "Das ist mein Bruder."
- Zuordnungsübung (Arbeitsblatt): Die Kinder ordnen auf einem Arbeitsblatt Bilder von Familienmitgliedern den passenden Wörtern zu. Differenzierung: Für fortgeschrittene Lerner gibt es ein Arbeitsblatt mit Lückentexten.
- Spiel: "Ich sehe was, was du nicht siehst": "Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist meine Oma." Die Kinder raten, welches Familienmitglied gemeint ist.
Phase 4: Satzbildung (15 Minuten)
- Satzmuster: Führe einfache Satzmuster ein: "Das ist mein/meine …" "Ich habe einen/eine …" Schreibe die Satzmuster an die Tafel.
- Sätze bilden: Die Kinder bilden Sätze mit den neuen Wörtern und den Satzmustern. Unterstütze sie dabei, indem du Fragen stellst: "Hast du einen Bruder?" "Wie heißt deine Mutter?"
- Partnerarbeit: Die Kinder üben, sich gegenseitig Fragen zum Thema Familie zu stellen und zu beantworten.
Phase 5: Abschluss (5 Minuten)
- Wiederholung: Wiederhole noch einmal alle Familienmitglieder.
- Reflexion: Frage die Kinder, was sie heute gelernt haben. Lobe sie für ihre Mitarbeit.
- Abschied: Verabschiede die Kinder freundlich: "Auf Wiedersehen! Bis zum nächsten Mal!"
Sprachsensibler Unterricht
- Klare und einfache Sprache: Verwende kurze Sätze und vermeide komplizierte grammatikalische Strukturen.
- Visuelle Unterstützung: Nutze Bildkarten, Gegenstände und Gesten, um den Wortschatz zu verdeutlichen.
- Wiederholung: Wiederhole neue Wörter und Satzmuster mehrmals.
- Positive Verstärkung: Lobe die Kinder für ihre Bemühungen und Fortschritte.
- Individuelle Unterstützung: Gehe auf die unterschiedlichen Lernstände der Kinder ein und biete individuelle Hilfestellung an.
Differenzierung:
- Förderung: Kinder mit geringen Deutschkenntnissen erhalten zusätzliche Unterstützung durch Einzelhilfe und einfachere Übungen.
- Forderung: Kinder mit guten Deutschkenntnissen bearbeiten anspruchsvollere Aufgaben und bilden komplexere Sätze.
Hinweis: Beobachte die Kinder aufmerksam und passe den Unterricht flexibel an ihre Bedürfnisse an. Sei geduldig und ermutige sie, Deutsch zu sprechen, auch wenn sie Fehler machen. Das Wichtigste ist, dass sie Freude am Lernen haben!