Unterrichtsplan | Sozioemotionales Lernen | Zeitform: Gegenwart/Präsens
| Schlüsselwörter | Gegenwart, Präsens, Emotionen, Selbstbewusstsein, Soziale Fähigkeiten, Achtsamkeit, Gruppenarbeit, Entwicklung, Reflexion, Ziele setzen |
| Ressourcen | Stühle für die Schülerinnen, Tisch für die Lehrkraft, Whiteboard oder Flipchart, Marker in verschiedenen Farben, Bilder oder Karten mit alltäglichen Aktivitäten, Notizhefte und Stifte für die Schülerinnen, Zettel mit Beispielen für regelmäßige und unregelmäßige Verben, Uhr oder Timer für die Zeitkontrolle bei den Aktivitäten, Entspannungsmusik für die Achtsamkeitsübung |
| Codes | - |
| Klasse | 2. Klasse (Grundschule) |
| Fach | Deutsch |
Ziele
Dauer: (10 Minuten)
Der Zweck dieses Schrittes besteht darin, den Schülerinnen klarzumachen, was sie im Laufe der Unterrichtsstunde erreichen wollen. Die festgelegten Ziele sollen nicht nur die kognitiven Fähigkeiten der Schülerinnen fördern, sondern auch ihre emotionalen Kompetenzen stärken. Indem die Schülerinnen die Relevanz der Gegenwart für ihren Alltag erkennen und gleichzeitig lernen, ihre eigenen Gefühle und die anderer zu benennen, wird eine positiven Lernatmosphäre geschaffen. Dies fördert nicht nur das Lernen des Präsens, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen.
Hauptziele
1. Die Schüler*innen erkennen, wie wichtig es ist, die Gegenwart in der deutschen Sprache korrekt zu verwenden und zu verstehen.
2. Die Schüler*innen entwickeln ein Bewusstsein für ihre eigenen Emotionen und die der anderen, während sie die Zeitform Präsens an Beispielen aus ihrem Alltag anwenden.
Einleitung
Dauer: (15 Minuten)
Emotionale Aufwärmübung
Atemreise zur Konzentration
Geführte Achtsamkeitsübung
1. Die Schüler*innen setzen sich bequem auf ihren Stuhl und legen die Hände entspannt auf die Oberschenkel.
2. Die Lehrkraft erklärt, dass sie nun eine kurze Atemreise machen werden, um den Kopf frei zu bekommen.
3. Die Lehrkraft bittet die Schüler*innen, die Augen zu schließen, um sich besser auf ihren Atem konzentrieren zu können.
4. Die Lehrkraft führt die Schüler*innen durch die Übung: 'Atmet tief durch die Nase ein und zählt bis vier. Haltet den Atem für vier Zählzeiten an. Atmet dann sanft durch den Mund aus und zählt dabei bis vier.'
5. Diese Schritte werden drei bis five Mal wiederholt.
6. Nach der letzten Ausatmung fordert die Lehrkraft die Schüler*innen auf, die Augen langsam zu öffnen und sich auf die Umgebung zu konzentrieren.
Inhaltskontextualisierung
Das Präsens ist nicht nur eine Zeitform in der deutschen Sprache, sondern auch ein Bestandteil unseres täglichen Lebens. Es hilft uns zu beschreiben, was wir gerade tun, was wichtig ist, um uns mit der aktuellen Situation auseinanderzusetzen. Wenn ein Schüler erzählt: 'Ich spiele Fußball mit meinen Freunden', beschreibt er nicht nur eine Handlung, sondern verknüpft sie auch mit Emotionen wie Freude und Gemeinschaft. Diese Verbindung zwischen Sprache und Gefühl ist entscheidend, um die Macht der Worte und deren Einfluss auf unser Leben zu verstehen. Indem die Schüler*innen lernen, die Gegenwart zu nutzen, entwickeln sie ein besseres Verständnis für die Welt um sie herum und können gleichzeitig ihre eigenen Gefühle und die ihrer Freunde benennen. Werden sie fähig, die Emotionen, die sie in diesen Momenten erleben, zu erkennen und auszudrücken, stärkt das ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Wohlbefinden.
Entwicklung
Dauer: (60 Minuten)
Theorienleitfaden
Dauer: (15 Minuten)
1. Die Zeitform Präsens wird verwendet, um Handlungen, die aktuell stattfinden, auszudrücken. Ein Beispiel: 'Ich spiele Fußball.' Hier wird deutlich, dass die Handlung gerade jetzt passiert.
2. Die Bildung des Präsens erfolgt in der Regel durch die grundlegenden Verbformen. Bei regelmäßigen Verben wird am Stamm des Verbs die Endung -e, -st, -t, -en, -t, -en angefügt. Beispiel: 'arbeiten' wird zu 'ich arbeite', 'du arbeitest', 'er/sie/es arbeitet'.
3. Unregelmäßige Verben haben oft eigene Formen, die auswendig gelernt werden müssen. Beispiel: 'sehen' wird zu 'ich sehe', 'du siehst', 'er/sie/es sieht'.
4. Das Präsens hat auch eine wichtige Bedeutung im Alltag, da es nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für zukünftige Ereignisse verwendet werden kann, z.B. 'Wir gehen morgen ins Kino'.
5. Das Verständnis der Zeitform Präsens fördert auch das soziale Miteinander, da die Schüler*innen lernen, ihr eigenes Handeln und das ihrer Freunde zu beschreiben und darüber zu kommunizieren.
Aktivität mit sozioemotionalem Feedback
Dauer: (30 Minuten)
Descrevendo o Agora
In dieser Aktivität beschreiben die Schülerinnen in kleinen Gruppen ihre aktuellen Tätigkeiten und die damit verbundenen Emotionen. Diese Übung fördert die Verwendung des Präsens und ermöglicht es den Schülerinnen, ihre Gefühle in Bezug auf ihre Aktivitäten auszudrücken. Jedes Gruppenmitglied nimmt sich abwechselnd eine Minute Zeit, um zu erzählen, was sie gerade tun und welche Emotionen sie dabei empfinden.
1. Die Schüler*innen werden in Gruppen von vier bis fünf Personen eingeteilt.
2. Jedes Gruppenmitglied hat eine Minute Zeit, um in der Gegenwart zu beschreiben, was er/sie gerade tut (z.B. 'Ich lese ein Buch.').
3. Die Schüler*innen sollen während ihres Vortrags auch die Emotionen benennen, die sie in diesem Moment empfinden (z.B. 'Ich bin glücklich, weil ich das Buch spannend finde.').
4. Die anderen Gruppenmitglieder hören aktiv zu und zeigen Verständnis durch Nicken oder kurze verbale Bestätigungen.
5. Nach jedem Vortrag gibt die Gruppe positives und unterstützendes Feedback.
Diskussion und Gruppenfeedback
Nach der Aktivität versammelt sich die Klasse, um ihre Erfahrungen zu teilen. Der Lehrer ermutigt die Schüler*innen, die Emotionen, die sie während des Sprechens und Zuhörens erlebt haben, zu erkennen und zu benennen. Beispielsweise fragt der Lehrer: 'Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr eure Geschichten erzählt habt? Gab es Momente, in denen ihr euch besonders verstanden oder unterstützt gefühlt habt?' Durch gezielte Fragen wird das Bewusstsein für die eigenen Emotionen und die der anderen geschärft. Der Lehrer kann auch anregen, wie man in ähnlichen Situationen in Zukunft besser mit seinen eigenen Emotionen umgehen und diese ausdrücken kann.
Fazit
Dauer: (15 Minuten)
Reflexion und emotionale Regulierung
Die Lehrkraft leitet eine Reflexion über die Erfahrungen der Schülerinnen während der Stunde. Es wird ein Gespräch in Kleingruppen angeregt, in dem die Schülerinnen darüber diskutieren, welche Herausforderungen sie beim Erlernen des Präsens erlebt haben und wie sie ihre Emotionen während der Aktivitäten reguliert haben. Alternativ können die Schülerinnen auch in ihr Heft schreiben, was ihnen schwerfiel und wie sie sich dabei fühlten. Diese Reflexion soll den Schülerinnen helfen, sich ihrer eigenen Emotionen bewusster zu werden und Wege zu finden, mit diesen umzugehen.
Ziel: Das Ziel dieses Abschnitts ist es, den Schülerinnen zu ermöglichen, sich selbst zu beurteilen und Strategien zu identifizieren, um mit herausfordernden Situationen umzugehen. Indem die Schülerinnen über ihre Emotionen nachdenken und diese benennen, fördern sie ihre emotionale Regulierung und Selbstbewusstsein.
Blick in die Zukunft
Die Lehrkraft diskutiert mit der Klasse, wie die Schülerinnen persönliche und akademische Ziele in Bezug auf das Gelernte setzen können. Die Schülerinnen werden ermutigt, Ziele zu formulieren wie: 'Ich möchte täglich mindestens einen Satz im Präsens bilden' oder 'Ich möchte meine Freunde ermutigen, auch über ihre aktuellen Aktivitäten im Präsens zu sprechen'. Diese Ziele sollen sowohl das persönliche Wachstum als auch die Anwendung des Präsens im Alltag fördern.
Ziele setzen:
1. Täglich einen Satz im Präsens bilden zu können
2. Mit Freunden im Präsens über Aktivitäten sprechen
3. Die eigenen Emotionen in Gesprächen besser zu erkennen und auszudrücken
4. Verständnis für die Emotionen anderer zu entwickeln
5. Eine positive Rückmeldung in Gruppendiskussionen zu geben Ziel: Das Ziel dieses Schlussabschnitts ist es, das autonome Lernen der Schülerinnen zu stärken und die praktische Anwendung des Gelernten im Alltag zu fördern. Durch die Formulierung von persönlichen und akademischen Zielen wird eine kontinuierliche Entwicklung angestrebt und die Schülerinnen werden in ihrer Selbstmotivation unterstützt.