Unterrichtsplan | Sozioemotionales Lernen | Totalitäre Regime in Europa: Franquismus und Salazarismus
| Schlüsselwörter | Totalitäre Regime, Franquismus, Salazarismus, Geschichte, Oberschule, Sozial-emotionale Kompetenzen, Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung, Verantwortungsvolle Entscheidungsfindung, Soziale Fähigkeiten, Gesellschaftliches Bewusstsein, RULER, Empathie, Kritische Analyse |
| Ressourcen | Übersetzte Zeitzeugenberichte, Papier und Schreibutensilien für Notizen, Whiteboard und Marker, Uhr oder Timer zur Zeitkontrolle der Aktivitäten, Computer oder Tablets (optional für weiterführende Recherchen), Lektüre zu Franquismus und Salazarismus, Aktivitätsblätter, Materialien für schriftliche Reflexionen |
| Codes | - |
| Klasse | 11. Klasse (Gymnasiale Oberstufe) |
| Fach | Geschichte |
Ziel
Dauer: (10 - 15 Minuten)
Ziel dieses Unterrichtsmoduls im Bereich der sozial-emotionalen Bildung ist es, den Schüler*innen einen fundierten Einblick in die totalitären Regime Europas zu geben – insbesondere in die Diktaturen von Franco und Salazar. Zudem sollen die Lernenden dazu angeregt werden, die weitreichenden Auswirkungen dieser Herrschaftsformen kritisch zu hinterfragen, während gleichzeitig Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung, verantwortungsvolle Entscheidungsfindung, soziale Fähigkeiten und gesellschaftliches Bewusstsein gestärkt werden.
Ziel Utama
1. Erkennen und Verstehen totalitärer Regime in Europa, mit besonderem Augenmerk auf Francos Diktatur in Spanien und Salazars Herrschaft in Portugal.
2. Entwicklung kritischer Analysefähigkeiten hinsichtlich der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Folgen totalitärer Regime in Europa.
Einleitung
Dauer: (15 - 20 Minuten)
Emotionale Aufwärmübung
Tiefes Atmen zur Steigerung der Konzentration
Die gewählte Aufwärmübung heißt 'Tiefes Atmen'. Diese einfache, aber wirkungsvolle Technik hilft den Schüler*innen, sich zu sammeln, präsenter zu werden und ihre Konzentration zu schärfen – als Vorbereitung auf die anstehende Stunde. Beim Tiefen Atmen atmen die Lernenden langsam und tief durch die Nase ein, halten den Atem einige Sekunden an und atmen anschließend langsam durch den Mund aus. Dieser Vorgang beruhigt den Geist, reduziert Ängste und fördert die geistige Klarheit.
*1. Bitten Sie die Schülerinnen, sich entspannt auf ihren Stühlen zu setzen, mit beiden Füßen fest auf dem Boden und den Händen locker auf dem Schoß.
2. Ermuntern Sie sie, die Augen zu schließen oder sich auf einen festen Blickpunkt vor sich zu konzentrieren.
3. Fordern Sie die Lernenden auf, für 4 Sekunden tief durch die Nase einzuatmen.
4. Lassen Sie sie den Atem für weitere 4 Sekunden anhalten.
5. Anschließend sollen sie langsam für 6 Sekunden durch den Mund ausatmen.
*6. Wiederholen Sie diesen Ablauf für 3 bis 5 Minuten und animieren Sie die Schülerinnen, sich ganz auf das Gefühl des ein- und ausströmenden Atems zu konzentrieren.
*7. Schließen Sie die Übung ab, indem Sie die Schülerinnen bitten, langsam die Augen zu öffnen und in die Klassenumgebung zurückzukehren – ruhig und fokussiert.
Inhaltskontextualisierung
Die totalitären Regime in Europa, wie jene von Franco in Spanien und Salazar in Portugal, waren weit mehr als nur historische Exkurse. Sie prägten das Leben zahlreicher Menschen und formten ganze Gesellschaften. Das Auseinandersetzen mit diesen Herrschaftsformen regt dazu an, darüber nachzudenken, wie autoritäre Kontrolle nicht nur die politische und wirtschaftliche Struktur eines Landes beeinflusst, sondern auch das emotionale und soziale Miteinander der Bürgerinnen. Dadurch wird es den Schülerinnen ermöglicht, Empathie zu entwickeln und ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen jener Menschen zu erlangen, die unter solchen Regimen lebten. Dieser Ansatz verbindet historische Inhalte mit der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen.
Entwicklung
Dauer: (60 - 75 Minuten)
Theorienleitfaden
Dauer: (25 - 30 Minuten)
1. Zentrale Inhalte des Themas:
2. Totalitäre Regime in Europa
3. Definition eines totalitären Regimes:
4. Kennzeichen totalitärer Systeme: absolute staatliche Kontrolle über sämtliche Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens, intensive Massenpropaganda, politische Unterdrückung und ein ausgeprägter Führerkult.
5. Beispielhaft: Nationalsozialismus in Deutschland, Faschismus in Italien.
6. Franquismus in Spanien:
7. Historischer Hintergrund: Spanischer Bürgerkrieg (1936-1939), der Sieg Francos und die darauf folgende Diktatur.
8. Charakteristika von Francos Regime:
9. Politische Repression und strikte Zensur.
10. Nationalismus und der Einfluss des Katholizismus als ideologische Pfeiler.
11. Eine auf Autarkie angelegte Wirtschaftspolitik und umfassende staatliche Lenkung.
12. Konsequenzen für die spanische Gesellschaft:
13. Einschränkung bürgerlicher und politischer Freiheiten.
14. Flucht und systematische Verfolgung von Regimekritikern.
15. Wirtschaftliche und soziale Umwälzungen während der Herrschaft.
16. Salazarismus in Portugal:
17. Historischer Hintergrund: Der Staatsstreich von 1926 und der darauffolgende Aufstieg von António de Oliveira Salazar.
18. Charakteristika von Salazars Regime:
19. Der Estado Novo als politisches und administratives System.
20. Einsatz von Propaganda und ideologischer Kontrolle.
21. Eine Politik, die auch koloniale Interessen und Konflikte einschloss.
22. Auswirkungen auf die portugiesische Gesellschaft:
23. Unterdrückung oppositioneller Kräfte.
24. Wirtschaftliche Entwicklungen, die von sozialen Ungleichheiten begleitet waren.
25. Kulturelle und bildungspolitische Prägungen des Regimes.
Aktivität mit sozioemotionalem Feedback
Dauer: (30 - 35 Minuten)
Analyse historischer Zeugnisse
Die Schüler*innen setzen sich mit persönlichen Zeitzeugenberichten auseinander, die von Lebenserfahrungen unter den Regimen Franco und Salazar berichten. Diese Aktivität verbindet theoretische Inhalte mit den individuellen emotionalen Erfahrungen der Menschen und fördert Empathie sowie ein Verständnis für die langfristigen Folgen totalitärer Herrschaft.
*1. Teilen Sie die Klasse in Kleingruppen von 4 bis 5 Schülerinnen ein.
2. Stellen Sie jeder Gruppe einen Satz übersetzter Zeitzeugenberichte zu den Themen Franquismus und Salazarismus zur Verfügung.
*3. Bitten Sie die Schülerinnen, die Berichte aufmerksam zu lesen und anschließend die darin zum Ausdruck kommenden Emotionen und Erfahrungen zu diskutieren.
4. Lassen Sie die Gruppen die vorherrschenden Emotionen herausarbeiten und diese mithilfe der RULER-Methode (Recognize, Understand, Label, Express, Regulate) systematisch ordnen.
5. Fordern Sie die Gruppen auf, ihre Analysen im Plenum zu präsentieren und dabei besonders auf die Ursachen und Wirkungen der identifizierten Emotionen einzugehen.
*6. Schließen Sie die Aktivität mit einer gemeinsamen Diskussion über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der erlebten Emotionen beider Regime ab und regen Sie die Schülerinnen dazu an, über die Bedeutung von Empathie und sozialem Bewusstsein nachzudenken.
Diskussion und Gruppenfeedback
Im Anschluss an die Gruppenpräsentationen moderieren Sie eine Plenumsdiskussion unter Anwendung der RULER-Methode:
Erkennen: Bitten Sie die Schüler*innen, die in den Zeitzeugenberichten und Präsentationen genannten Emotionen zu benennen und zu beschreiben, wie diese sich äußern.
Verstehen: Diskutieren Sie gemeinsam, welche Ursachen diesen Emotionen zugrunde liegen könnten, und welche Auswirkungen sie auf die betroffenen Personen und ihre Gemeinschaften hatten.
Benennen: Animieren Sie die Lernenden dazu, die erkannten Emotionen präzise zu benennen und über die Bedeutung eines umfangreichen emotionalen Vokabulars zu reflektieren.
Ausdrücken: Lassen Sie die Schüler*innen überlegen, wie die Personen in den Berichten ihre Gefühle zum Ausdruck gebracht haben und welche Auswirkungen dies auf ihr Leben hatte. Besprechen Sie dabei auch, welche angemessenen Wege es gibt, Emotionen in verschiedenen Lebenssituationen auszudrücken.
Regulieren: Führen Sie ein Gespräch darüber, wie man mit intensiven oder negativen Emotionen umgehen kann – sowohl im historischen Kontext als auch im eigenen Leben. Erarbeiten Sie gemeinsam Strategien, um solche emotionalen Herausforderungen gesund und konstruktiv zu bewältigen.
Fazit
Dauer: (20 - 25 Minuten)
Reflexion und emotionale Regulierung
Bitten Sie die Schüler*innen, einen kurzen Text zu verfassen, in dem sie ihre emotionalen Herausforderungen während der Unterrichtseinheit reflektieren. Alternativ können Sie einen Gesprächskreis initiieren, in dem sie ihre Erfahrungen und Strategien zur Emotionsregulation offen miteinander teilen.
Ziel: Das Ziel dieser Aktivität ist es, die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und Emotionsregulation zu fördern. Die Schüler*innen sollen erkennen, welche Strategien ihnen dabei geholfen haben, mit herausfordernden Situationen umzugehen, wodurch ihre Selbstwahrnehmung und ihr emotionaler Umgang gestärkt werden.
Blick in die Zukunft
Schließen Sie die Unterrichtseinheit ab, indem Sie die Schülerinnen anregen, persönliche sowie fachliche Ziele in Bezug auf das erarbeitete Thema zu formulieren. Bitten Sie sie, diese Ziele zu notieren und mit einer Partnerin zu teilen, um so das gegenseitige Engagement zu unterstützen. Erklären Sie, dass diese Ziele weitere Recherchen zu totalitären Regimen, die Teilnahme an historischen Debatten oder den Transfer der erlernten sozial-emotionalen Kompetenzen in andere Lebensbereiche umfassen können.
Penetapan Ziel:
1. Weitere Recherchen zu totalitären Regimen in Europa durchführen.
2. An Diskussionen und Debatten zum Einfluss totalitärer Systeme teilnehmen.
3. Die erworbenen sozial-emotionalen Kompetenzen in anderen schulischen und privaten Kontexten anwenden.
4. Ein fächerübergreifendes Projekt entwickeln, das die historische Thematik mit Bereichen wie Soziologie oder Literatur verbindet. Ziel: Dieser abschließende Teil soll die Selbstständigkeit der Schüler*innen fördern und ihnen dabei helfen, das im Unterricht erworbene Wissen praktisch anzuwenden. Durch das Setzen konkreter Ziele entwickeln sie einen individuellen Fahrplan zur Vertiefung ihres historischen und sozial-emotionalen Verständnisses.